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In die Mitte kommen: Das Prinzip der vier Tiere

Wo sitzt es sich warum am besten?

Wenn Du ein wenig darauf achtest, für welchen Platz Du Dich entscheidest, wenn Du in einen neuen Raum kommst, folgt diese Entscheidung einer unterbewussten Logik.

Im Feng Shui wird diese Logik mit den vier Tieren beschrieben und ist ein Teil der Formschule. Unterbewusst entscheiden wir uns für den Platz, der uns am “sichersten” erscheint.

Bildhaft umschreibt die Theorie der vier Tiere also unser Grundbedürfnis nach Sicherheit, deshalb wird die zu schützende Rückseite mit der schwarzen Schildkröte beschrieben.

Die schwarze Schildkröte sitze idealerweise im Rücken, in diesem Falle von uns selbst, und steht symbolisch für den Schutz und die Stabilität.

Vor uns befindet sich der rote Phönix. Er symbolisiert die Weitsicht, Schönheit und Inspiration. Wir stehen nach vorn hin im Austausch mit unserer Umwelt, deshalb sollte dieser Bereich hell, offen, weit und inspirierend gestaltet werden, damit unsere Gedanken frei fließen können.

Auf der linken Seite befindet sich der grünblaue Drache, der für den Yang-Aspekt und das männliche Prinzip steht und deshalb mit Führungsqualitäten, Weisheit und Denken gleichgesetzt wird und “größer” sein sollte.

Die rechte Seite wird vom weißen Tiger beschützt. Sie stellt den Yin-Aspekt dar, das Weibliche und versinnbildlicht die praktischen und materiellen Aspekte des Lebens. Die linke Seite steht im übertragenem Sinne für die Körperkraft, Verteidigung und das Handeln.

Diese abstrakte Darstellung der vier Tiere lässt Dich jetzt sicherlich fragen, was das mit Einrichtung zu tun hat? Das ist ganz einfach zu erklären.

 

Nehmen wir das Beispiel eines Wohnzimmers.

Wende ich das Prinzip der vier Tiere dort an, stelle ich die Couch an eine geeignete Wand, da sie Schutz von hinten bietet. Das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit, dass Du dann dort ruhig sitzten kannst, ist sehr hoch, da keine Gefahr von hinten drohen kann. Steht eine Couch mitten im Raum, weil diese so groß ist und es sich scheinbar dafür anbietet, ist es aus Feng Shui Sicht sehr wahrscheinlich, dass Du eher unruhig bist und dich nicht fallen lassen kannst, weil der Schutz fehlt. Oftmals scheinen solche feinen Unterschiede unbedeutend, doch zeigt die Erfahrung, dass es eine gravierendere Auswirkung auf das Wohlbefinden hat, wenn diese Regeln so umgesetzt werden. Probier es im Zweifelsfall einfach aus und schau, was es mit Dir macht.

Doch weiter in dem Beispiel.

Die Couch steht nun also mit dem Rücken an einer Wand. Der blaugrüne Drache stellt einen weiteren Schutz von der linken Seite dar. Dies kann in der Praxis mit einer Stehlampe, einem Bücherregal, einer großen Pflanze oder Ähnliches umgesetzt werden.

Die rechte Seite, der weiße Tiger, soll in der Theorie kleiner sein als die linke, was mit einem kleinen Beistelltisch, einer kleinen Pflanze und vielem mehr umgesetzt werden kann.

Letztenendes ist es relativ egal, welche Seite wie hoch gestaltet wird. Es geht dabei um den Halt von der Seite und um die Bewegung vom Hohen zum Niedrigeren.

Zu guter Letzt wird sich dem offenen Blick nach vorn gewidmet, dem roten Phönix. Dieser sollte inspirierend sein, also vielleicht bietet sich die Möglichkeit in die Natur zu schauen oder es eröffnet sich der Blick auf eine Bilderwand mit Fotos und Malereien, die Dich glücklich machen – die klassische Variante ist der Blick auf den Fernseher. Sitzt Du an deinem Schreibtisch daheim mit Blick auf die Wand, könnte es an der Tagesordnung sein, dass Du das buchstäbliche “Brett vorm Kopf” hast. Sollte es der Raum zulassen, wäre es einen Versuch wert, den Tisch einmal zum offenen Raum auszurichten, mit Wand im Rücken.

Diese Theorie der vier Tiere lässt sich auf jede erdenkliche Situation anwenden:  Bett,  Arbeitsplatz, Haus, Esszimmer, usw

Werden diese Theorien umgesetzt, führt dies in der Regel zu einem höheren Wohlbefinden. Unterbewusst nehmen wir den Schutz und die Sicherheit, den Halt, wahr, der uns durch diese Maßnahme gegeben wird und führt dazu, dass wir geerdeter und in unserer Mitte sind – Mensch und Umwelt in Harmonie.

Titelbild: Zastolskiy Victor

Die schützende Wand im Rücken, mit weitem Blick nach vorne, lässt Raum für freie und kreative Gedanken. Oft finden sich Schreibtische an die Wand gestallt, so dass der Blick auf die Wand fällt, wenn am Tisch gearbeitet wird. Aus Feng Shui Sicht ließe sich daraus schlussfolgern, dass das Arbeiten an einem Tisch mit Ausrichtung zur Wand dazu führt, öfters “ein Brett vorm Kopf” zu haben.
An den Seiten ist der Schreibtischnutzer, in der Darstellung des Bildes, auf der einen Seite von einem Regal und auf der anderen Seite von einer Pflanze geschützt. Das Gefühl der Sicherheit ist tief in uns verwurzelt. Ist dieser Schutz unterbewusst gegeben, lässt das Freiraum für Schaffensprozesse.

Foto: archideaphoto

Die Regeln der 4 Tiere finden sehr häufig im Schlafzimmer bereits Anwendung. Das Kopfende steht an der Wand und zu beiden Seiten sind meist kleine Beistelltische zu finden – Und schon sind die 4 Tiere angewandt und entfalten ihre Ruhe für den Bewohner.

Foto: Photographee.eu

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