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Der erste Blick und wie er Dein Leben beeinflusst

Der erste Blick ist entscheidend. Nicht nur im Zwischenmenschlichen entscheidet der erste Eindruck, auch beim Eintreten in die eigenen 4 Wände, ist der erste Eindruck von entscheidender Bedeutung.

Auch hier spielt das Unterbewusstsein eine große Rolle, denn was wir als erstes in unserem zu Hause zu sehen bekommen, nehmen wir als ausschlaggebenden Impuls wahr: Welche Assoziationen hast Du, wenn Du nach Hause kommst?

Wie bereits im vorangegangenen Artikel beschrieben, ist es wichtig, dass die Haustür grundsätzlich leicht und komplett zu öffnen geht. Wir wollen schließlich auch mit Leichtigkeit im Leben vorangehen.

In meiner jetzigen Wohnung betrete ich mein zu Hause und bin im Grunde direkt im Schlafzimmer. Auch Gäste oder Menschen, die ich wegen Reparaturen oder anderer organisatorischer Dinge in meine 4 Wände lassen muss, betreten sofort meinen Ruheraum. Das kann mit unter etwas befremdlich sein.

Was genau stellt dieser Fakt nun für mein Leben dar? Wie wirkt sich das unmittelbare Betreten des Schlafzimmers unterbewusst auf mich?

Das Schlafzimmer ist der Ort, an dem ich bin, wenn ich vom Tag geschafft zur nächtlichen Ruhe finden möchte. Da liegt es nahe, dass ich durch die sofortige Konfrontation mit der Thematik Schlafen, eher als andere, zu Trägheit neige und mir viel von meiner Dynamik geraubt wird, weil ich sofort ans Schlafengehen erinnert werde. Ein großes Schlafbedürfnis hat sich etabliert und auch das Eindösen beim Film ist zur Normalität geworden. Wer das Schlafzimmer auch mit wahnsinnig erotischen Nächten mit seinem Partner verbindet, der kann auch das Glück haben, dass gesteigerte sexuelle Gelüste die Folgen sind.

Doch außer dem Schlafzimmer gibt es noch einige andere Möglichkeiten, wie die Raumaufteilung unser Leben maßgeblich beeinflusst.

Der direkte Blick beim Nachhausekomen auf das Gästezimmer zum Beispiel spiegelt oft weltoffene, kontaktfreudige und kommunikative Bewohner wieder. Und gleichzeitig stellt es einen sehr prägenden Bezug zur Außenwelt her, dadurch kann der Fokus vom eigentlichen Zuhause auch sehr schnell wieder nach Außen rücken. Das könnte weniger förderliche Auswirkungen, wie eine starke Abhängigkeit von der Meinung anderer haben. Es kann auch Zeichen dafür sein, dass eine bereitwilligere Integration von zeitgeistigen Strömungen angenommen und ausprobiert werden.

Eine schwache Blase kann Ursache eines im Sichtfeld liegenden Bads, das Dich in Deinem Zuhause begrüßt, sein. Auch Nierenprobleme können damit einhergehen oder Finanzprobleme, da das Geld “weggespült” wird, sind mögliche Auswirkungen.

Wenn Du ein richtiger Workaholic bist und auch gerne mal an Wochenenden durcharbeitest, würde es mich nicht wundern, wenn der erste Blick auf den Arbeitsbereich bzw. das Arbeitszimmer fällt. “Arbeit” ist direkt das Erste, an das Du denkst, wenn Du nach Hause kommst, und alles andere ordnet sich dem im Nachgang unter.

Tür auf, Abstellkammer in Sicht. Da wirst Du sicherlich direkt mit all den Dingen konfrontiert, die schnell übereinandergestapelt in die Kammer gepfeffert werden, weil der Besuch der Schwiegermutter ins Haus steht. Viele vergessene Gegenstände, zu viel von allem: der Föhn der Doppel gekauft wurde, das Kinderspielzeug von vor 10 Jahren… Dinge, die kaputt sind und “später mal” repariert werden wollten…
Der erste Blick auf die Abstellkammer könnte sich mit Umwegen und Sackgassen auf Dein Leben auswirken. Deshalb ist es um so wichtiger, die Abstellkammer von überflüssigen Gegenständen zu befreien, um mehr Dynamik und Fluss zu gewährleisten. Keller oder Dachbodenzugänge zur Begrüßung haben ähnliche Eigenschaften. Es heißt, dass durch den ersten, direkten Bezug zu Keller oder Dachboden, Energieverlust einhergeht, da Du möglicherweise verstärkt mit im Unterbewusstsein abgeschobene Themen konfrontiert wirst. Also gilt auch hier: Ordnung halten!

Ist das Kinderzimmer der erste Bezugspunkt, stehen die Kinder wahrscheinlich im Mittelpunkt des Lebens und regieren womöglich den Haushalt. Bei einer guten Beziehung kann das Dynamik ins Lebens bringen. Ist die Beziehung zum eigenen Kind jedoch etwas schwieriger, kann dies noch verstärkend wirken.

Eine Treppe im ersten Sichtfeld kann laut Feng Shui an das Auf und Ab des Lebens erinnern und führt womöglich zu einem eher unruhigen Lebensstil. Der Blick auf eine Treppe kann vom Gehirn so interpretiert werden, dass Du noch immer auf dem Weg bist und erst noch einen langen, beschwerlichen Aufstieg vor Dir hast, bevor Du ans Ziel gelangst (im Falle einer aufsteigenden Treppe). Führen die Stufen nach unten, ist der Weg, den Du sinnbildlich noch gehen wirst, weitaus weniger beschwerlich und etwas leichtfüßiger – angekommen bist Du leider auch dort noch nicht und behälst das Gefühl vom “nicht angekommen sein” als Beigeschmack.

Ist Dein erster Blick direkt in der Küche oder dem Essbereich, so lässt das darauf schließen, dass Essen oder Kochen eine übergeordnete Rolle in Deinem Leben spielt. Es würde also auch nicht verwundern, wenn die Kinder direkt mit der Frage auf den Lippen, “ob denn schon das Essen fertig sei?” ins Haus trudeln. In einer solchen Raumsituation nahe des Eingangs, ist oft zu beobachten, dass die Bewohner zu häufigen Diäten oder strengen Ernährungsregeln neigen. Auch übermäßiges Essen bei Kummer oder Übergewicht können Thema sein.

Ist der Garten, der erste Eindruck bist Du im Grunde genommen direkt wieder draußen. Durchzugsachsen wie diese, sorgen in den meisten Fällen für Energieverlust, da das meiste Qi sofort wieder nach draußen fließt und lieber durch Umleitung oder Zerstreuung im Haus gehalten werden sollten. Das Leben könnte anstrengender sein, da nicht genügend Energie vorhanden ist, um der Arbeit nachzugehen, die erledigt werden möchte. Du weißt ja: Es ist wichtig, Qi zu sammeln und es gleichzeitig mühelos fließen zu lassen, ist es zu schnell, weil es gerade erst rein kam und direkt wieder raus fließt, erzeugt es Sha Qi, also weniger gutes Qi.

Als grundsätzliche Maßnahme, für den Eingangsbereich mit Sicht auf Türen, wo dies umsetzbar ist, gilt: Türen schließen.

Bei meiner Schlafzimmersituation habe ich folgendes gemacht:

Ich habe die Tür geschlossen, als ginge die Wand dort weiter und habe mir im Türrahmen (zugegeben, das ist nicht sonderlich elegant, entfaltet dafür seine gewollte Wirkung) Bilder angebracht. Eine kleine Visualisierungshilfe, eine Art Minivisionboard – Dinge die ich erreichen möchte, die mein Ideal darstellen.

Was habe ich gemacht?

Ich habe die Aufmerksamkeit weg gelenkt.

Lass Deiner Kreativität freien Lauf, um von dem Bereich abzulenken, der vielleicht Dein Leben auf eine Art und Weise beeinflusst, wie Du es gar nicht möchtest. Nutze dafür was auch immer Du Dir für Deinen Lebensraum vorstellen kannst.
Frage Dich: Was möchte ich für ein Gefühl haben, wenn ich nach Hause komme? Wenn Du das beantwortet hast, kannst Du Überlegungen anstellen, wie Du dieses gewünschte Gefühl mit Deiner Gestaltung umsetzen kannst.

Leg Dir zum Beispiel einen besonders auffälligen Teppich hin, ein Eyecatcher, sobald Du den Flur betrittst, siehst Du den wahnsinnig geilen Teppich und nicht mehr den Zugang zur Rumpelkammer.
Hänge Bilder auf, streich die Wände, verrück Möbel, stell eine Pflanze auf, hänge Vorhänge auf, lass Dich von Deinen Impulsen leiten und inspirieren und schaffe Dir Deinen idealen, bewussten ersten Eindruck.

Foto: Artazum

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