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Gründe warum wir Gerümpel horten – Erkennst Du Dich wieder?

Wer kennt nicht den Satz: “Das könnte man später noch mal gebrauchen.”?
Ich kenne ihn sehr gut. Ich habe ihn schon sehr oft von meiner Mutter gehört.
Jeder von uns hat Gründe, warum er Gerümpel anhäuft. Vorwürfe darüber, wer mehr um sich anhäuft und aus welchen Gründen, ist dabei völlig egal, denn es hatte bis jetzt einen Sinn in Deinem Leben – bis JETZT!

Jetzt ist es Zeit, dem wahren Grund, warum Du Gerümpel um Dich herum ansammeltest, auf die Spur zu kommen.

Es sei gesagt, dass jeder von uns immer sein Bestes gibt, deshalb hoffe ich, dass etwaige Schuldzuweisungen gleich fallen gelassen werden.
Gerümpelansammlungen sind immer ein Ausdruck für ein tieferliegendes Problem, das der Grund dafür ist, weswegen der Krempel auf physische Weise angehäuft wurde. Und diesem werden wir jetzt auf die Schliche kommen.

Der beliebteste und meist gehörte Grund ist der oben bereits erwähnte:
Dinge für alle Fälle aufbewahren.

Oft wird von Situationen erzählt, in denen man kurz, nachdem man etwas weggeworfen hat, den Gegenstand plötzlich brauchte. Kennst auch Du das?
Karen Kingston hat dafür eine simple Erklärung:
“Dinge “für alle Fälle” aufzuheben, verweist auf mangelndes Vertrauen in die Zukunft. Machen Sie sich Sorgen, dass Sie etwas kurze Zeit nach dem Wegwerfen brauchen könnten, dann wird Ihr Unterbewusstsein ganz sicher kurze Zeit danach eine Situation heraufbeschwören, in der Sie genau diesen Gegenstand brauchen, wie ausgefallen er auch sein mag.” ( “Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags”, 2016, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Seite 47)
Ihr Rat ist, einfach anders zu denken. Durch das Gesetz der Anziehung hast Du Dir also selbst diese Gelegenheit angezogen, da Du davon überzeugt warst, dass es so kommen würde, wie Du es prophezeit hast. Ein wertvoller Tipp ist: Entscheide Dich bewusst dafür, die Dinge zu entsorgen und lass sie los, dann wirst Du sie auch ganz sicher nicht mehr benötigen. Und falls es doch einmal dazu kommen sollte, gibt es ganz sicher schon neuere und bessere Modelle und es wird in Dein Leben treten, genau dann, wenn Du es brauchst.

Je klarer Du Dein Leben führst, desto öfter wirst Du die Erfahrung machen, dass alles zu Dir kommt, wenn Du es brauchst.

Dieses Mangelbewusstsein ist oftmals eine ererbte Gerümpelsucht, die von den Eltern an das Kind weitergegeben wurde. Kein Wunder, denn nur einige Generationen zuvor, waren die harten Kriegszeiten von Mangel geprägt. Es liegt nun an uns, dieses Bewusstsein in ein Bewusstsein des Überflusses zu verwandeln.

Identität:
Viele heben Erinnerungsstücke auf, wie die Karte vom ersten Konzert oder die Flugtickets der Flitterwochen. Wenn diese Gegenstände betrachtet werden, kann ein Gefühl der Identifikation stattfinden: Ja, so bin ich, sowas hab ich mal gemacht. Erinnerungsstücke zu bewahren ist etwas Schönes. Wichtig dabei ist, darauf zu achten, nicht zu sehr in der Vergangenheit zu leben. Manche Gegenstände waren einmal sehr wichtig für uns, doch nach einiger Zeit, kann auch ein einst sehr wichtiger Gegenstand an sentimentalem Wert verlieren, denn es macht Sinn, sich von Zeit zu Zeit zu fragen: Entspricht mir das überhaupt noch?
Ich habe einmal einen Messekatalog von der Leipziger Buchmesse aufgehoben. Jahrelang bin ich zur Messe gefahren und habe nie einen solchen Katalog erhalten. In dem einen Jahr jedoch, war etwas anders. Durch meine damalige Ausbildung, war ich im Besitz eines Presseausweises und erhielt im Pressebereich einen solchen Katalog. Einfach so. Ich hörte damals Engelschöre singen und war stolz, wie ein Schneekönig ihn erhalten zu haben, wie eine Art Trophäe hielt ich ihn die Tage über in der Hand. Ich habe diesen Katalog sehr lange aufbewahrt, weil er mir sehr viel bedeutet hat, doch vor 2 Jahren hielt ich ihn in den Händen. Er brachte mich zum schmunzeln und ich wusste, es war schön, ihn damals erhalten zu haben, doch nun kann er gehen.

Gesellschaftlicher Status:
In vielen Köpfen ist verankert: Viel hilft viel. Auch ich dachte das einmal: Wer viel Besitz hat, ist “Wer”, schließlich muss er ja eine Menge Geld haben, um sich das alles leisten zu können. Doch ist das wirklich so? “Was könnten die Nachbarn denken?”, ist oftmals ein Gedanke, der dazu veranlasst, sich alles Mögliche zuzulegen, um ein Minderwertigkeitsgefühl auszugleichen. Was können wir jedoch am Ende von dem ganzen Kram mitnehmen? Und misst sich der Wert eines Menschen nicht eher auf einer ganz anderen Messlatte? Meist entwickeln wir sogar eine Art Territorialdenken gegenüber Gegenständen. Wir empfinden eine solche Verbundenheit unseren Dingen gegenüber, dass es sogar bisweilen dazu führt, dass uns Kummer und Verzweiflung überfällt, sobald etwas kaputt geht oder gestohlen wird. In solchen Momenten, in denen wir Empörung über eine Katastrophe empfinden, kann es helfen, sich bewusst zu werden, dass unser Glück nicht vom Besitz abhängt. (Obgleich es tatsächlich wahr ist, dass unsere Gegenstände ein Teil von uns sind, da sie von unseren Schwingungen durchdrungen sind und wir im Falle eines Verlustes, wahrhaftig einen Teil von uns verlieren.)

Sicherheit:
Viele Dinge, um sich herum anzusammeln, erweckt meist ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle. Auf der anderen Seite steht jedoch der Fakt, dass je mehr wir um uns herum ansammeln, desto mehr können wir auch verlieren.

Es ist ein Irrglaube zu denken, Besitz gäbe uns Sicherheit. Denn alles ist stets im Wandel und Sicherheit ist genau aus diesem Grund ein Mythos.

Pfennigfuchser:
Ein ganz wunderbares Wort, das Gerümpelhorter beschreibt, die einen Gegenstand erst dann gehen lassen, wenn er seinen Wert abgearbeitet hat, das gilt sogar für Dinge, die sie als Schnäppchen erstanden oder umsonst erhalten haben. Es wird dann so lange aufgehoben, bis es zum Einsatz kommt, selbst wenn das bedeutet, dass es ewig im Schrank ausharren muss.

Gerümpel, um Gefühle zu unterdrücken:
Gefühle der Einsamkeit und der Angst vor Intimität (und auch andere unterdrückte Emotionen) führen oft dazu, dass sich Menschen mit Gerümpel umgeben, um sich nicht mit diesen schmerzenden Gefühlen auseinander zu setzten. Meist beginnt es schon beim Kaufen selbst, dass auf diese Weise ein Glücksgefühl erzeugt wird, dass anders nicht zu ergattern ist und so kommt es zu unkontrollierten Massenkäufen. Es erfordert eine Menge Energieaufwand, diese Gefühle zu unterdrücken und es gehört eine Menge Mut dazu, sich seiner Gefühle zu stellen und gleichzeitig lohnt es sich, sich dieser Herausforderung zu stellen. Und das schöne daran ist, dass Du Dein eigenes Tempo dabei vorlegen kannst, in dem Du Schritt für Schritt die Dinge um Dich herum loslässt, solltest Du jemand sein, der sich in der Beschreibung wiederfindet. Denn unterdrückte Gefühle sind meist der Beginn eines echten Problems, das zu einer Zwangsstörung führen kann, die auf jeden Fall mit professioneller Hilfe behandelt werden sollte.

So weit wollen wir es nicht kommen lassen, lohnt es sich doch in vielerlei Hinsicht, sich nur mit den Dingen zu umgeben, die uns wirklich glücklich machen.
Ein Haus, in dem die Energien frei fließen können, ist doch ein sehr erstrebenswerter Spiegel der Seele und zeugt von einem ebenso frei fließendem, harmonischem Leben.

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