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Schwarz und weiß – Yin und Yang

Ist vom Yin und Yang die Rede, verbindet wohl jeder das Bild vom schwarzweißen Kreis mit Punkten, doch es stellt weit mehr dar als lediglich ein Piktogramm.

Die beiden Urkräfte des Yin und Yang ergänzen sich zu einer Ganzheit und durch ihr Zusammenspiel wird unsere Welt in Bewegung gehalten – sie gleichen einander ständig aus. Wächst das Yin, nimmt das Yang ab, doch selbst in der Fülle das Yin ist immer der Kern des Yang-Potenzials enthalten.

Beide sind voneinander abhängig und stellen im Idealbild ein völliges Gleichgewicht dar. Yin und Yang gehört untrennbar zusammen – das eine kann ohne das andere nicht existieren. Dabei stellen sie gleichzeitig keine starren Begriffe dar, sondern formen sich immer neu in Bezug zu dem Kontext, in dem sie auftreten – Yin und Yang sind relativ.

Sind diese Kräfte in Deinem Leben ausgeglichen, fühlst Du Dich wohl und spürst Ruhe und Geborgenheit und steckst zeitgleich voller Vitalität und Energie. Ist eine der Energien jedoch im Übermaß, kann dies dazu führen, dass Du Dich rastlos, verunsichert und ohne inneren Antrieb fühlst.
Ein gesunder Ausgleich des Yin und Yang sollte nicht verwechselt werden mit einem identischen Maß beider Kräfte. Oftmals ist es sogar erwünscht, einem der beiden Potenziale mehr Gewicht zu geben, um damit der Tätigkeit die in dem Raum stattfinden soll, zu unterstützen. Ein gutes Beispiel bietet hier das Schlafzimmer, in dem die Energie des Yin deutlich betont werden sollte, weil hier der Fokus auf die nächtliche Ruhe liegt, deshalb sollte Yang nur in ausgleichendem und zeitgleich geringerem Maße vorhanden sein.

Aus der Spannung und dem stetigen Wechsel des Yin und Yang wird ein Kraftstrom erzeugt, das Qi, dem alles Leben zugrunde liegt.

Qi wird durch die kleinsten Impulse in der Umgebung verändert. Wie alles Lebendige ist auch Qi in ständigem Wandel. Ohne Bewegung kann sich das Leben nicht erneuern. Qi muss immer im Fluss sein, wird dieser passiv oder zu schwach, kann sich das Leben nicht mehr entfalten.
In den alten Schriften heißt es, dass das Zusammenwirken des Yin und Yang den ersten kosmischen Atemzug des Qi begründeten.
Qi entfaltet seine lebensfördernden Qualitäten nur dann, wenn es frei fließen kann, das heißt im Umkehrschluss, dass Du den Qi-Fluss mit allem, womit Du Deine Umgebung gestaltest, verändern kannst.

Jeder Ort hat ein, einem Fingerabdruck gleichendem, ihm eigenes Qi. Ob Du Dich an einem Ort wohlfühlst oder nicht, hängt von der Qualität des Qi dort ab. Auch Du selbst, kannst maßgeblich die Schwingungen eines Ortes mit Deiner Anwesenheit verändern – mit Deinen Gefühlen. Als Schwingung kann Qi an einem Ort weiterwirken, auch wenn Du als Energieträger längst nicht mehr vor Ort bist. Das ist der Grund, warum die Luft nach einem heftigen Streit förmlich vor Energie knistert und oftmals ist das auch noch nach einem Streit wahrzunehmen.

Einer Medaille gleich, hat auch Qi seine Schattenseiten.

Qi sorgt für Vitalität und Energie und sein Gegenspieler ist das Sha. Es entzieht dem Leben die Kraft und verursacht Stress und Unwohlsein.
Lebendiges Qi kann mit Pflanzen, Licht, Farben, Formen, Düften und Geräuschen angezogen werden und wird zum Ausgleich eingesetzt, wenn Häuser zu viel Sha ausgesetzt sind. Häuser unter Sha-Einfluss sind öfters reparaturbedürftig, altern schneller und sind häufiger von Bauschäden befallen.
Sha wird in den alten Schriften auch als “geheime Pfeile” bezeichnet, da diese Kraft oftmals unbewusst einwirkt und verletzt, da es sich dabei um zu schnell fließende, zu gerichtete oder sich zu abrupt ändernde und kraftvolle Energie handelt.
Eine Welt, die jedoch komplett ausgeglichen ist, wäre auf der anderen Seite auch langweilig. Sha gehört zum Leben und oftmals entstehen aus Rückschlägen meist umso intensivere “Phönix-aus-der-Asche-Momente”. Sie sind das Salz in der Suppe und bringen Abwechslung, Überraschungen und Herausforderungen in Dein Leben. Also so schlecht Sha auch auf dem ersten Blick zu sein scheint, hat es auch sein Gutes.

Nutze den Augenblick und stelle Dich in den Raum, in dem Du Dich gerade befindest und lasse ihn auf Dich wirken, als wärst Du das erste Mal dort. Wie nimmst Du ihn wahr? Wie wirkt er auf Dich? Lass Dir Zeit. Ist der Raum lichtdurchflutet, groß und löst ein Gefühl von Geborgenheit in Dir aus? Lass den Raum auf Dich wirken und versuche so viel wie möglich wahrzunehmen und Dir bewusst zu machen.

Foto: xpixel

Das Wu Chi

Die Urenergie wird durch einen Kreis dargestellt, der voll und leer zugleich ist.

Die Geburt des Ying und Yang

Der leere und zugleich volle Kreis steht als Symbol des Lebens und symbolisiert mit dem Punkt den einen Samen - die Transformation zur Entfaltung des Lebens.

Die entstehenden Kräfte

Zwei Potentiale entstehen. Es existieren zwei Pole und die Kraftfelder fangen an zu wachsen - die Bewegung beginnt.

Das Tai Chi

Die in einander eindringen Kräfte des Ying und Yang bewegen sich im Gleichgewicht. Selbst im höchsten Ying ist immer noch Yang zu finden und im höchsten Yang findet sich Ying.

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